Häufige Fragen zu unseren Produkten
Diese FAQ bietet fundierte Informationen zu Kompressoren, ihren Funktionsweisen, Unterschieden und typischen Einsatzbereichen.
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Für welche Betriebstemperaturen sind die Geräte geeignet?
Vor- und Nachteile ölfreier und ölgeschmierter Kompressoren
In der industriellen Produktion stehen Unternehmen vor der Entscheidung, ob sie einen ölfreien oder einen ölgeschmierten Kompressor einsetzen sollen. Die Wahl zwischen ölgeschmierten und ölfreien Kompressoren hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Ölfreie Kompressoren können maximal einen Druck von ca. 12 bar erzeugen, was im Vergleich zu ölgeschmierten Kompressoren eine geringere Leistung bedeutet. Die Leistungsdichte reicht z. B. nicht aus, um Werkzeuge wie einen druckluftbetriebenen Schlagschrauber anzutreiben. In einigen Anwendungsbereichen sind ölfreie Kompressoren alternativlos, da bereits geringste Ölrückstände das Endprodukt unbrauchbar machen können. Die Vorteile ölfreier Kompressoren liegen in ihrem geringen Wartungsaufwand, ihrer Umweltfreundlichkeit und ihrem geräuscharmen Betrieb.
Vorteile:
- Geringere Anschaffungskosten
- Minimaler Wartungsaufwand
- Saubere Druckluft ohne Ölrückstände
- Umweltfreundlich
- Kein Sondermüll in Form von Ölrückständen
Nachteile:
- Betriebsdruck bis ca. 12 bar
- Höhere Wärmeentwicklung, die je nach Konstruktion zu einer kürzeren Lebensdauer führen kann
- niedrigere Drehzahlen
Ölgeschmierte Kompressoren werden in der Industrie eingesetzt, wenn hohe Drücke über 12 bar benötigt werden. Der Wartungsaufwand bei ölgeschmierten Kompressoren ist im Vergleich zur ölfreien Drucklufttechnik deutlich höher. Die gesamte Anlage muss regelmäßig auf Öl- oder Luftaustritt kontrolliert und defekte Teile ausgetauscht werden. Um eine Verunreinigung des Endproduktes durch Öl zu vermeiden, wird das Schmiermittel durch nachgeschaltete Komponenten wie moderne Filter und Ölabscheider entfernt, was zusätzliche Kosten verursacht.
Vorteile:
- Hoher Betriebsdruck von mehr als 12 bar
- Lange Lebensdauer und geringer Verschleiß bei Einhaltung der Wartungsintervalle
Nachteile:
- Höhere Anschaffungskosten
- Höhere Wartungskosten durch regelmäßige Wartungs- und Ölwechselintervalle
- Höhere Kosten für Zubehör, z.B. Ölfilter, Ölabscheider, Schläuche
- Sichere Entsorgung des Altöls notwendig
- Höhere Umweltbelastung
Welche Vorteile haben Kolbenkompressoren gegenüber Schraubenkompressoren?
Wenn beide Technologien für eine Anwendung infrage kommen, lohnt sich der Vergleich. Kolbenkompressoren sind besonders stark bei kleineren bis mittleren Luftmengen, höheren Drücken, schwankendem Luftbedarf und kompakten Einbausituationen.
- Geringere Anschaffungs- und Servicekosten: Kolbenkompressoren sind meist kostengünstiger in der Anschaffung als Schraubenkompressoren. Sie sind konstruktiv einfacher aufgebaut, leichter zu warten und verursachen in der Regel niedrigere Servicekosten.
- Niedrige bis hohe Drücke: Kolbenkompressoren eignen sich für ein breites Druckspektrum. Besonders vorteilhaft sind sie bei kleineren bis mittleren Luftmengen und höheren Drücken. Bei Betrieb mit niedrigerem Druck sinkt die Belastung des Kompressors, was sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt.
- Vorteile bei wechselndem Luftbedarf: Kolbenkompressoren sind robust bei schwankenden Lasten und eignen sich gut für Anwendungen mit häufigem Start-Stopp-Betrieb.
- Kompakte Bauweise: Kolbenkompressoren lassen sich gut in Geräte, Maschinen und kundenspezifische Systeme integrieren – besonders bei begrenztem Bauraum.
Schraubenkompressoren werden dagegen vor allem bei großem, kontinuierlichem Luftbedarf und niedrigem bis mittlerem Druck eingesetzt. Für höhere Spitzendrücke wird häufig ein zusätzlicher Kolbenkompressor zur Druckerhöhung verwendet.
Können die Kompressoren auch höhere Drücke als den Nenndruck erzeugen?
Der Nenndruck gibt für ein Rohrleitungssystem eine Referenzgröße an. Die Angabe erfolgt nach DIN, EN, ISO durch die Bezeichnung PN (Pressure Nominal) gefolgt von einer dimensionslosen ganzen Zahl, die den Auslegungsdruck in bar bei Raumtemperatur (20 °C) angibt.
Kompressoren von Dürr Technik erreichen einen höheren Druck als den angegebenen Nenndruck. Der Volumenstrom reduziert sich bei Drücken über PN.
Bei welchem maximalen Druck können die Kompressoren verwendet werden?
Müssen die Geräte gewartet werden?
Durch die Verwendung ölfreier Technologie sind unsere Kompressoren praktisch wartungsfrei. Wir empfehlen lediglich die Ansaugfilter jährlich zu wechseln.
Abhängig von den Einsatzbedingungen verschleißen die Topfmanschette und Zylinder. Für den Wechsel dieser Teile finden Sie Informationen in unseren Betriebsanleitungen.
Wann sind die Kohlenbürsten bei Gleichstromaggregaten zu wechseln?
Was ist Anlaufstrom?
Elektromotoren (sowohl Gleich- als auch Wechselstrommotoren) ziehen höhere Ströme beim Starten. Denn für das Beschleunigen der drehenden Schwungmasse auf Nenndrehzahl ist mehr Leistung und damit mehr Strom als für das Halten der Drehzahl nötig. Diesen höheren Einschaltstrom bezeichnet man als Anlaufstrom.

Sind Drehstrommotoren für Betrieb mit Frequenzumrichter oder Traktionsstromrichter (sog. FU-Betrieb) geeignet?
Wann ist eine automatische Kondensatentleerung notwendig?
Warum und wie entsteht Kondensat?
Wie funktioniert die automatische Kondensatentleerung?
Wofür ist ein Trockner notwendig?
Am Austritt des Kompressors ist die Druckluft zu 100% gesättigt. Die Aufgabe einer Druckluftrocknungsanlage ist es, die in der Druckluft enthaltene Feuchtigkeit auf einen definierten Restwert zu reduzieren damit kein Kondensat mehr ausfallen kann.
Das Membran-Trocknungssystem von Dürr Technik liefert vollautomatisch trockene und saubere Luft nach ISO 8573-1. Die getrocknete Luft wird direkt im Druckbehälter gespeichert.
Wofür braucht man eine Anlaufentlastung und welche Vorteile hat eine automatische Anlaufentlastung?
Kompressoren laufen in der Regel nicht gegen Druck an. Wir bieten darum für Stationen ein mechanisches Entlastungsventil sowie timergesteuerte Magnetanlaufventile an. Bei jedem Abschalten wird das System somit entlüftet.
Bei kurzen Stromunterbrechungen oder durch kurzes manuelles Aus- und wieder Einschalten beim Hochlaufen des Kompressors, steht bei einer mechanischen Anlaufentlastung noch Druck in der Leitung. Die Folge: der Kompressor läuft gegen den Druck nicht an und der Motor kann überhitzen. In diesem Fall ist der Ein/Ausschalter am Druckschalter zu betätigen.
Dürr Technik bietet eine komfortable automatische Anlaufentlastung an. Sie finden dies in den Stationen „A“ (z.B. HA-160AK) oder in den Stationen mit der elektronischen Steuerung DürrTronic (z.B. WA-062C1).
Was bedeutet Druckluftqualität nach DIN EN ISO 8573-1?
Die Norm ISO 8573-1:2010 klassifiziert die Qualität bzw. Reinheit von Druckluft. Die Klassifizierung der Luft erfolgt über die Festlegung eines bestimmten Maximalgehalts an Schmutzstoffen, die in der Luft enthalten sein dürfen. Als Schmutzstoffe gelten Partikel, Wasser und Öl. Jede Klasse hat einen definierten Maximalwert für diese drei Stoffe. Die Klassen reichen von 0 bis 9 – hinzu kommt die Klasse X.
Die geforderte Reinheit nimmt mit aufsteigender Klassen-Nummer ab.
| Feststoffe / Staub* | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Teilchenzahl pro m3 von Partikeln mit d (μm) | Feuchtigkeit ** Drucktaupunkt / | Gesamt- ölgehalt | ||||||
| Klasse | ≤ 0,1 | 0,1 < d ≤ 0,5 | 0,5 < d ≤ 1,0 | 1,0 < d ≤ 5,0 | μm | mg/m3 | x=Wasseranteil in g/m3 flüssig | mg/m3 |
| 0 | Spezifiziert gemäss Anwendung und besser als 1 | |||||||
| 1 | - | 100 | 1 | 0 | - | - | ≤ -70°C | ≤ 0,01 |
| 2 | - | 100.000 | 1.000 | 10 | - | - | ≤ -40°C | ≤ 0,1 |
| 3 | - | - | 10.000 | 500 | - | - | ≤ -20°C | ≤ 1,0 |
| 4 | - | - | - | 1.000 | - | - | ≤ +3°C | ≤ 5,0 |
| 5 | - | - | - | 20.000 | - | - | ≤ +7°C | - |
| 6 | - | - | - | - | ≤ 5 | ≤ 5 | ≤ +10°C | - |
| 7 | - | - | - | - | ≤ 40 | ≤ 10 | x ≤ 0,5 | - |
| 8 | - | - | - | - | - | - | 0,5 ≤ x ≤ 5,0 | - |
| 9 | - | - | - | - | - | - | 5,0 ≤ x ≤ 10,0 | - |
* gemessen nach ISO 8573-4 bzw. 8573-2 und 8573-5; Referenzbedingungen: 1 bar absolut, 20°C, 0% r.F.
** gemessen nach ISO 8573-3; Referenzbedingungen: 7 bar Betriebsdruck, 20°C
Welche Filter werden bei den Geräten verwendet?
Die Kompressoraggregate müssen mit Ansaugfiltern ausgestattet werden. Für diverse Modelle bieten wir eine Auswahl an Filtern an. Die Filterfeinheit von 2 bzw. 3 Micron schützen die Kompressoren bestens gegen Schmutzpartikel.
Unsere Membrantrockungsanlagen verfügen standardmäßig über Sinterfilter und einem zweiten Filter mit 3µm. Optional ist ein Feinfilter mit 0,01 µm erhältlich. Weitere Information vermittelt Ihnen das nachfolgende Schaubild.
Zudem bieten wir für die Modelle SICOLAB Aktivkohlefilter zur Geruchsfilterung an.

Welche Druckluftklassen bietet Dürr Technik an?
Bei der Partikelgröße erreichen wir durch Einsatz unseres Feinfilters mit 0,01 µm die Klasse 1. Dieser Filter ist optional für die Trocknerstationen erhältlich.
Durch den Einsatz unseres Membrantrockners erzielen wir beim Wassergehalt, je nach Liefermenge der Kompressoren, bis zu Klasse 3 (Drucktaupunkt - 20°C bei 7 bar).
Mit unseren ölfreien Kompressoren erreichen wir standardmäßig beim Ölgehalt die Klasse 1.